Endoskope für Bau- & Gebäudeinspektion

Boroskope und Schiebekameras für die Untersuchung verdeckter Hohlräume

Die Sicherheitsanforderungen in der Bauindustrie steigen weiter, und mit einem Industrie-Boroskop lässt sich ein großer Teil der nötigen Kontrollen durchführen, ohne fertige Bauteile wieder zu öffnen. Die Boroskope, die wir liefern, ermöglichen umfangreiche Untersuchungen von Gebäuden, ohne in deren Konstruktion einzugreifen.

Wir führen die Inspektion auch selbst durch, beim Kunden vor Ort. Einer unserer Techniker kommt zum Gebäude, geht durch die vorher vereinbarten Zugangsbohrungen hinein und berichtet, was in jedem Hohlraum war.

Was in einem Gebäude schiefgeht, geht meist unsichtbar schief. Hohlschichten, Zwischenräume, Kanäle und Schlitze werden geschlossen, sobald die Arbeit ringsum fertig ist, und niemand öffnet sie ohne Grund wieder. Der Schaden, der darin beginnt, ist deshalb unsichtbar, bis er eine Fläche erreicht, die jemand sehen kann, und bis dahin ist die Reparatur größer und der Hinweis auf die Ursache oft verschwunden.

Drei Wege hinein
Eine Untersuchung eines verdeckten Hohlraums beginnt mit einer Entscheidung über den Zugang, und die Wahl steht meist zwischen drei Möglichkeiten. Ein kleines Loch lässt sich in eine Mörtelfuge, in eine Gipskartonplatte oder in eine Untersicht bohren und danach fast spurlos schließen. Stattdessen kann eine bereits vorhandene Öffnung genutzt werden: eine Leitungsdurchführung, ein Lüftungsgitter, eine Leuchtenöffnung, ein Reinigungsauge im Abfluss, eine Revisionsklappe. Oder eine Platte wird dort abgenommen, wo sie zum Abnehmen vorgesehen ist. Die erste Möglichkeit macht eine Untersuchung im fertigen Gebäude überhaupt erst möglich, und die Größe des Lochs ist das ganze Argument dafür.

Inspektion im Bau- und Gebäudesektor mit Industrie-Endoskop

Die visuelle Ferninspektion (RVI) hat im Bauwesen ein weites Anwendungsfeld. Klimakanäle und Lüftungsanlagen werden so untersucht. Ebenso Wandhohlräume, Deckenhohlräume, Dachhohlräume und Bodenhohlräume, Kabeltrassen, Wassertanks und Rohre, und Kesselabgaszüge, die Verbrennungsgase aus dem Gebäude führen.

Hohlschichten, Zwischenräume und Kanäle
In einer zweischaligen Wand lauten die wiederkehrenden Fragen, ob die Dämmung dort sitzt, wo sie sitzen soll, ob die Drahtanker korrodiert sind, und ob Mörtel in die Hohlschicht gefallen ist und nun Wasser von der äußeren zur inneren Schale führt. In einem Boden- oder Dachhohlraum geht es um Wasser, um Fäulnis in verdecktem Holz und darum, ob eine Leitungstrasse durch fremde Arbeiten beschädigt wurde. In Lüftungskanälen lautet die Frage meist Verstopfung, Schmutz oder eine gelöste Verbindung.

Schäden an einem Gebäude gehören zu einigen wenigen erkennbaren Familien, und zu wissen, welche davon vorliegt, entscheidet meist über das weitere Vorgehen. Biologischer Schaden bedeutet Fäulnis, Schimmel und Insektenbefall, und er folgt der Feuchtigkeit. Chemischer Schaden bedeutet Sulfatangriff, Korrosion des einbetonierten Stahls und die Reaktionen, die Mörtel und Beton zersetzen. Physikalischer Schaden bedeutet Risse, Bewegung, Anprall und thermische Ermüdung. Eine vierte Familie hat mit dem Alter gar nichts zu tun: Arbeiten, die von Anfang an falsch ausgeführt wurden, mit fehlender Sperrschicht, überbrückter Horizontalsperre oder einem Kanal, der nie angeschlossen wurde.

Eine Hohlschicht auszuleuchten ist nicht dasselbe wie ein Rohr
Das Loch bestimmt die Sonde und der Gutachter bestimmt das Loch, also werden beide in der Praxis gemeinsam gewählt. Eine dünnere Sonde bedeutet ein kleineres Loch und eine kleinere Ausbesserung, und sie bedeutet auch weniger Licht und ein kleineres Bild. Eine Hohlschicht ist ein großer dunkler Raum und kein Rohr, also muss sich die Beleuchtung verteilen statt zu laufen, und das ist schwerer, als das Innere eines Rohrs auszuleuchten. Die Abwinkelung erlaubt es dem Bediener, nach oben an die Unterseite einer Sperrschicht zu sehen oder an einer Wand entlang statt quer darüber. Eine Schiebekamera an einem flexiblen Stab ist das Gerät für einen Abfluss, einen Rauchabzug oder einen langen Kanal, wo die Strecke länger ist als die Arbeitslänge eines Boroskops.

Was diese Art der Untersuchung liefert, ist ein Bild einer Oberfläche, keine Messung. Sie zeigt, dass ein Drahtanker korrodiert ist; sie sagt nicht, wie viel Querschnitt noch übrig ist. Sie zeigt Wasserränder; sie sagt nicht, wo das Wasser eingedrungen ist. Richtig eingesetzt engt sie die Frage so weit ein, dass der nächste Schritt, ob Öffnen, eine Feuchtemessung oder eine statische Beurteilung, an der richtigen Stelle ansetzt.